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Region: Ribera del Duero

Geschichte

1982 gründeten dreizehn Weingüter eine D.O., wobei sie sicherlich nicht ahnten, welche Wechselbäder der Gefühle sie damit auf den Weg bringen würden. Die Region selbst hatte zu der Zeit bereits einige dieser Wechselbäder hinter sich. Bis zur Reichsgründung im 15. Jahrhundert war der Duero als zeitweiliger Grenzfluss zwischen dem katholischen Norden und dem Kalifat von Cordoba ein blutiges Schlachtfeld. Später hinterließen die Pest, Napoleon und andere Heimsuchungen bleibendes Zeugnis. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts zählte die Gegend fast 50.000 Hektar Rebfläche, ehe Franco zur Versorgung der Bevölkerung fast alle Stöcke ausreißen und durch Weizenfelder ersetzen ließ. Mitte der achtziger Jahre standen auf gerade noch 6.000 Hektar Rebstöcke, fast ausschließlich Tempranillo, welcher hier Tinta del País genannt wird. Dies macht auch Sinn, denn die Trauben unterscheiden sich von dem, was etwa in der Rioja geerntet wird, beträchtlich. Die Schalen sind wesentlich dicker, die Trauben sind kleinbeeriger, die Konsequenz ist ein geringerer Fruchtfleisch- und damit Saftanteil, der Most ist konzentrierter, dichter als in der Rioja. Ribera del Duero ist heute eine der wichtigsten Weinbauregionen Spaniens und hat sich in der ganzen Welt, insbesondere auf dem gesamten amerikanischen Kontinent einen guten Markt aufgebaut.

Geografie

Die Vorzeigeregion Kastiliens ist mit gut 18.000 Hektar die mit Abstand größte Weinbaugegend Altkastiliens. Von San Estéban de Gormaz im Osten bis Quintanilla de Onésimo im Westen erstreckt sie sich über gut einhundertfünfzig Kilometer. Der nördlichste Punkt ist Gumiel de Izan, sein südlichster Contrapunkt, Moradillo de Roa, befindet sich bereits im welligen Hügelland, knapp an der Grenze zur Provinz Segovia. Die Bodenstruktur ist ähnlich wie in allen anderen Regionen der kastilischen Hochebene: je tiefer desto schwer. Nahe am Fluss die reichen, tiefgründigen Böden, and den Hängen und auf der Hochebene sandhaltige Böden mit mehr oder weniger Kalk.

Weine/Rebsorten

Tinto del Pais (Tempranillo), Cabernet Sauvignon, Garnacha, Malbec und Merlot sind die Hauptsorten dieser ca. 17000 ha umfassenden Weinregion Spaniens. Durch sie bekommt der typische "Ribera del Duero" seinen tiefdunklen, fleischig-beerigen und aromatisch vollwuchtigen Charakter. Sehr heiße kurze Sommer, extrem kalte Winter sowie hohe Temperaturschwankungen von Tag und Nacht sind die klimatischen Qualitätskriterien dieser Region. Die Rebflächen liegen bis zu 800 Meter über dem Meeresspiegel. Die Besonderheit der hier gepflanzten Tinta del Pais ist ein spezieller Klon, der über kleinbeerige und dickhäutige Trauben verfügt, die im Gegensatz zu Rioja farbintensivere und gerbstoffreichere Weine hervorbringt.

REBFL

17.000 ha

Galerie

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