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Region: Rueda

Geografie

Rueda befindet sich südwestlich von Valladolid auf eine annähernd flachen Hochebene, die nur durch drei Flusstäler an landschaftlicher Abwechslung gewinnt. Auf 700 Metern über dem Meeresspiegel herrscht ein strenges kontinentales Klima. Harte, lang andauernde Winter bringen Frost oft bis in den Mai. Der kurze, extrem heiße Sommer sorgt mit deutlichen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht - Differenzen von bis zu 30° Celsius sind dabei keine Seltenheit - dafür, dass die Rebstöcke viel Kraft in die Schalenbildung investieren. Die Folge sind konzentrierte Moste mit einem Alkoholgehalt von stets um die 13% Vol. Regen fällt in diesem Teil Kastiliens nur höchst selten. Die Monate mit den meisten Niederschlägen sind der Dezember, der Januar und der März. In den Sommermonaten fällt fast nie Regen. Dafür können lokale Gewitter mit zum Teil kräftigen Hagelschauern, wie zuletzt in 2002, beträchtliche Schäden anrichten. Die Reben stehen vornehmlich auf sandigen, kalkhaltigen Böden. Im Nordosten von Rueda sind sie zudem noch extrem steinig. Weiter gen Zentrum werden sie fruchtbarer und speichern die spärlichen Niederschläge besser.

Weine/Rebsorten

Ruedas wichtigste Rebsorte ist der Verdejo, gefolgt von Viura. Diese beiden stellen zusammen etwa 70% der gesamten Rebfläche der D.O., welche sich auf 7.100 Hektar beläuft. Noch vor vierzig Jahren war dies ganz anders. Damals dominierte noch die Palominotraube, auch bekannt als Jerez. Aus ihr wurden aufgespritete, sehr traditionelle Weine gekeltert, die heute fast völlig von der Bildfläche verschwunden sind. Eine Neupflanzung von Palominostöcken ist daher auch nicht mehr zulässig. Als internationale Ergänzungsrebsorte wurde in den achtziger Jahren der Sauvignon Blanc eingeführt. Einem rasante Boom in der ersten Hälfte der neunziger Jahre folgte allerdings ein jäher Abbruch. Heute pendelt der Sauvignon Blanc bei etwa 5% der Rebfläche.

Rotwein war bis ins Jahr 2001 in Rueda überhaupt nicht zugelassen. Die Weine wurden als Tinto de Medina del Campo oder als kastilische Landweine vermarktet. 2001 erfolgte die Integration der Region Medina del Campo in die D.O. Rueda. Seit 2002 werden daher auch Rotweine unter dem Label ?D.O. Rueda" vermarktet. Hier ist die Tempranillotraube deutlich führend, während Cabernet Sauvignon und Merlot über einen Experimentierstatus bislang noch nicht hinausgelangen konnten. Insbesondere die kurze Reifezeit im Sommer steht einer Ausdehnung des Cabernet Sauvignon entgegen. Garnacha und andere rote Sorten haben nur vereinzelt Bedeutung und wandern häufig in die Rosado-Produktion oder in den Fassweinmarkt, der in Rueda traditionell stark ist.

REBFL: 7.100 ha

Galerie

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